Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Stand: April 2026
§ 1 Geltungsbereich und Vertragspartner
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge, die zwischen Tim Michels, Curtiusstraße 2, 50935 Köln (nachfolgend „Anbieter") und dem Kunden (nachfolgend „Kunde") über die Nutzung der Software-as-a-Service-Lösung „Methodio – Digitaler Vorarbeiter" sowie damit verbundener Beratungs- und Implementierungsleistungen geschlossen werden.
(2) Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB. Vertragsschlüsse mit Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB sind ausgeschlossen.
(3) Abweichende oder ergänzende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn der Anbieter diesen ausdrücklich schriftlich zugestimmt hat.
§ 2 Leistungsgegenstand
(1) Der Anbieter stellt dem Kunden eine cloudbasierte Software-Lösung zur automatisierten Vorverarbeitung und Vorkalkulation eingehender Kundenanfragen (nachfolgend „Software" oder „Digitaler Vorarbeiter") zur Verfügung. Die Software analysiert eingehende E-Mails mit Hilfe von KI-Technologie, erstellt strukturierte Vorkalkulationen und klassifiziert Anfragen nach einem Ampelsystem (GRÜN / GELB / ROT).
(2) Der Anbieter erbringt die Leistung als Software-as-a-Service (SaaS). Eine Installation auf Systemen des Kunden ist nicht erforderlich. Der Zugang erfolgt über einen webbasierten Zugang.
(3) Zur Leistung gehören je nach vereinbartem Paket: Einrichtung der Software, Onboarding des Kunden, laufender Betrieb der Automatisierungslösung sowie technischer Support.
(4) Der genaue Leistungsumfang ergibt sich aus dem individuellen Angebot oder der Leistungsbeschreibung, die Bestandteil des jeweiligen Vertrags ist.
§ 3 Vertragsschluss und Laufzeit
(1) Ein Vertrag kommt durch schriftliche Auftragsbestätigung des Anbieters oder durch Unterzeichnung eines gesonderten Vertrags zustande.
(2) Sofern nicht abweichend vereinbart, beginnt der Vertrag mit dem vereinbarten Startdatum und läuft auf unbestimmte Zeit. Eine Kündigung ist mit einer Frist von vier Wochen zum Monatsende möglich.
(3) Die Pilotphase wird gesondert vereinbart und kann abweichende Konditionen, Laufzeiten und Kündigungsfristen vorsehen.
§ 4 Vergütung und Zahlungsbedingungen
(1) Die Vergütung ergibt sich aus dem individuell vereinbarten Angebot. Diese umfasst in der Regel eine einmalige Einrichtungsgebühr (Onboarding) sowie eine monatliche Nutzungsgebühr.
(2) Alle Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
(3) Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsdatum ohne Abzug zu begleichen.
(4) Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, die Bereitstellung der Software bis zum vollständigen Ausgleich der offenen Forderungen zu unterbrechen.
§ 5 Mitwirkungspflichten des Kunden
(1) Der Kunde stellt dem Anbieter alle für den Betrieb der Software erforderlichen Informationen und Zugangsdaten rechtzeitig zur Verfügung. Dies umfasst insbesondere aktuelle Preislisten, Stundensätze und Materialstammdaten.
(2) Der Kunde ist verpflichtet, alle durch die Software erzeugten Vorkalkulationen vor ihrer externen Verwendung fachlich und kaufmännisch zu prüfen und freizugeben. Die Freigabe obliegt ausschließlich dem Kunden.
(3) Der Kunde benennt einen Ansprechpartner für technische und inhaltliche Rückfragen.
(4) Der Kunde ist für die Richtigkeit und Aktualität der von ihm bereitgestellten Stammdaten (Preise, Materialien, Prozesse) verantwortlich.
§ 6 Haftungsausschluss für automatisierte Vorkalkulationen
(1) Die durch die Software erzeugten Vorkalkulationen sind ausdrücklich als automatisierte Vorkalkulationen ohne Gewähr zu verstehen. Sie ersetzen nicht die fachkundige Prüfung durch den Kunden oder einen qualifizierten Fachmann.
(2) Der Anbieter übernimmt keine Haftung für Schäden, die daraus entstehen, dass der Kunde eine automatisierte Vorkalkulation ohne eigene Prüfung verwendet, an Dritte weitergibt oder dieser als verbindlichem Angebot zugrunde legt.
(3) Die Software unterstützt den Kunden bei der Vorbereitung von Angeboten. Die inhaltliche, kaufmännische und rechtliche Verantwortung für jedes nach außen gegebene Angebot verbleibt vollständig beim Kunden.
(4) Der in der Software verwendete Disclaimer („Automatisch erzeugte Vorkalkulation. Vor externer Verwendung fachlich und kaufmännisch prüfen.") ist vom Kunden zu beachten und darf nicht entfernt oder verändert werden, solange die Vorkalkulation nicht durch den Kunden geprüft und freigegeben wurde.
§ 7 Haftungsbeschränkung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen.
(2) Für einfache Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht), und zwar begrenzt auf den vertragstypisch vorhersehbaren Schaden. Die Haftung ist in diesem Fall begrenzt auf die Summe der in den letzten zwölf Monaten vor Schadenseintritt vom Kunden geleisteten Vergütungen, maximal jedoch auf 5.000 Euro.
(3) Die Haftung für mittelbare Schäden, entgangenen Gewinn und Folgeschäden ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.
(4) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten nicht für Ansprüche nach dem Produkthaftungsgesetz oder bei arglistigem Verschweigen eines Mangels.
§ 8 Verfügbarkeit und Wartung
(1) Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit der Software, schuldet jedoch keine bestimmte Verfügbarkeitsquote, sofern nicht gesondert vereinbart.
(2) Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit außerhalb der üblichen Geschäftszeiten (Mo–Fr, 8–18 Uhr) durchgeführt. Der Anbieter informiert den Kunden über geplante Wartungsfenster mit angemessener Vorlaufzeit.
(3) Störungen, die auf Drittanbieter (z.B. OpenAI, Baserow, n8n) zurückzuführen sind, liegen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters. Der Anbieter ist in solchen Fällen nicht haftbar.
§ 9 Datenschutz und Auftragsverarbeitung
(1) Soweit der Anbieter im Rahmen der Leistungserbringung personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, schließen die Parteien einen gesonderten Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO ab. Der AVV ist Bestandteil des Vertrags.
(2) Der Anbieter verarbeitet eingehende Kundenanfragen (E-Mails, Anhänge) ausschließlich zum Zweck der Leistungserbringung und gibt diese nicht an Dritte weiter, soweit dies nicht für den Betrieb der Software technisch erforderlich ist (z.B. Weiterleitung an KI-Dienstleister auf Basis eines eigenen AVV).
(3) Der Kunde ist verantwortlich dafür, dass die von ihm verarbeiteten Daten seiner eigenen Kunden DSGVO-konform erhoben und verarbeitet werden.
§ 10 Nutzungsrechte und geistiges Eigentum
(1) Der Anbieter räumt dem Kunden für die Dauer des Vertragsverhältnisses ein nicht ausschließliches, nicht übertragbares Recht zur Nutzung der Software ein.
(2) Der Kunde darf die Software nicht an Dritte weitergeben, vermieten, unterlizenzieren oder in sonstiger Weise Dritten zugänglich machen.
(3) Alle Rechte an der Software, dem zugrundeliegenden Code, den Algorithmen und der Systemarchitektur verbleiben beim Anbieter.
§ 11 Vertraulichkeit
(1) Beide Parteien verpflichten sich, alle im Rahmen des Vertragsverhältnisses erlangten vertraulichen Informationen der jeweils anderen Partei vertraulich zu behandeln und nicht an Dritte weiterzugeben.
(2) Als vertraulich gelten insbesondere: Geschäftsdaten, Preislisten, technische Dokumentationen, Systemarchitektur und Kundendaten.
(3) Diese Pflicht gilt auch nach Beendigung des Vertrags fort.
§ 12 Änderungen der AGB
(1) Der Anbieter behält sich vor, diese AGB mit einer Ankündigungsfrist von sechs Wochen zu ändern. Die Änderungen werden dem Kunden schriftlich oder per E-Mail mitgeteilt.
(2) Widerspricht der Kunde den Änderungen nicht innerhalb von vier Wochen nach Zugang der Mitteilung, gelten die geänderten AGB als akzeptiert. Auf dieses Widerspruchsrecht und die Folgen des Schweigens wird in der Änderungsmitteilung ausdrücklich hingewiesen.
§ 13 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
(2) Erfüllungsort und ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist Köln, sofern der Kunde Kaufmann, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
Fragen zu unseren AGB?
Bei rechtlichen oder inhaltlichen Fragen zu diesen Bedingungen stehen wir gerne zur Verfügung.
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